Unter dem Eindruck des katastrophalen Hochwassers 1997 an der Oder und in der Überzeugung, dass sich Hochwasserschäden nur gemeinsam mit den Verantwortlichen im gesamten Odereinzugsgebiet vermeiden lassen, initiierte das Land Brandenburg mit Unterstützung der Europäischen Union 1999 das Projekt OderRegio. In einer ersten Phase wurde bis 2001 mit Partnern aus der Republik Polen, der Tschechischen Republik und aus dem Freistaat Sachsen eine "Konzeption zur raumordnerischen Hochwasservorsorge im Einzugsgebiet der Oder" entwickelt. In der zweiten Phase von 2003 bis 2006 ist diese Konzeption bis Ende 2006 zu einem Handlungsprogramm weiterentwickelt worden. Darin werden die Handlungsfelder für den vorsorgenden Hochwasserschutz durch Maßnahmen in Teilräumen konkretisiert. In Hochwassergefahrenkarten werden grundlegende Informationen für Bevölkerung und Entscheidungsträger bereitgestellt. Für Schwerpunkträume wird die Wirksamkeit von Maßnahmen zum Hochwasserschutz analysiert. Vor allem aber trägt OderRegio weiterhin dazu bei, über Verwaltungsgrenzen und fachliche Grenzen hinweg ein gemeinsames Verständnis vom vorbeugenden Hochwasserschutz zu entwickeln.
Die Aktivitäten im Projekt OderRegio berücksichtigen das gesamte Einzugsgebiet der Oder, das eine Größe von 122.512 km² aufweist. Beteiligt sind entsprechend Partner aus der Republik Polen, der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland unter Federführung der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung der Länder Berlin und Brandenburg (Kontakt).